Thursday, July 24, 2008

Peterlini kein Saubermann


Peterlini



Pöder

„Peterlini erhielt von Pensplan über 250.000 Euro“„SVP-Senator Oskar Peterlini hat seit 2001 vom PensPlan–Centrum weit über 250.000 Euro an Beraterhonoraren erhalten“, erklärt der Landtagsabgeordnete der Union für Südtirol, Andreas Pöder, in einer Aussendung.

Der Obmann der Union hatte eine Anfrage im Regionalrat gestellt, auf die Regionalassessorin Martha Stocker jetzt geantwortet hat.
„Bis 2001 war Peterlini Verwaltungsrat der PensPlan. Seit er in den Senat gewählt wurde, arbeitete er als Berater für PensPlan. Wie aus der Anfragebeantwortung hervorgeht, hat Peterlini allein im Jahr 2007 ein Beraterhonorar von 40.300 Euro plus Mehrwertsteuer erhalten“, so Pöder.

„Peterlini war damit jahrelang einer der schamlosesten Doppelkassierer in der Südtiroler Politik, obwohl er sich gerne als SVP-interner Saubermann gab. Die SVP hat von Peterlinis Abkassieren gewusst und es geduldet“, kritisiert Pöder.

„Nachdem im heurigen Jahr die Abkassierer- und Doppelverdienerdiskussion hochgekocht ist, hat Peterlini ab Mai 2008 auf weitere Honorarzahlungen verzichtet. Spesen werden ihm aber vom PensPlan weiterhin vergütet“, so der Landtagsabgeordnete.

In der Antwort auf die Anfrage von Pöder erklärt Martha Stocker wörtlich: „Was die Höhe der Entlohnung für die von Oskar Peterlini erbrachten Leistungen betrifft, belief sich diese für das Jahr 2007 nach Abzug der Mehrwertsteuer auf 40.300 Euro“.

Diese Entlohnung hat Oskar Peterlini seit 2001 jährlich erhalten, bestätigte Martha Stocker gegenüber Südtirol Online.

Brutto habe Peterlini ca. 29.200 Euro im Jahr bekommen. "Davon dürften ihm netto ca. 18.000 Euro jährlich geblieben sein", so Stocker.
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Peterlini: "Ich werde Pöder verklagen"

Oskar Peterlini wird den Landtagsabgeordneten der Union für Südtirol, Andreas Pöder, wegen Verleumdung verklagen. Das kündigte der SVP-Senator am Donnerstag an.


Pöder hatte in den vergangenen Wochen eine Anfrage an die Regionalassessorin für Sozialvorsorge, Martha Stocker, gerichtet, um in Erfahrung zu bringen, wie viel Geld Peterlini im Jahr 2007 von PensPlan für die Tätigkeit als Berater erhalten hat.
In einer Presseaussendung vom Donnerstag hatte Pöder dann erklärt, Peterlini habe zwischen 2001 und 2008 über 250.000 Euro von Pensplan erhalten. Diese Aussage weist Peterlini zurück.

"Stocker hat in ihrer Antwort auf die Anfrage von Pöder erklärt, dass ich für die strategische Entwicklung des Projektes PensPlan als Berater herangezogen worden bin", so Peterlini.

Dafür habe er, so bestätigt Peterlini, nach Abzug seiner eigenen Steuern, 1.300 Euro netto im Monat erhalten. Seit Mai dieses Jahres habe er auf jegliche Aufwandsentschädigung verzichtet und auch keine Spesenabrechnungen gestellt.

"Statt sich an die sachlichen Angaben der Regionalassessorin zu halten, hat Pöder in einer Pressemitteilung die Zahlen nach eigenem Gutdünken aufgepumpt und mit schwerwiegenden Beleidigungen gegen mich ergänzt", unterstreicht Oskar Peterlini.

Dagegen gedenke er Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten. Peterlini weist darauf hin, dass er mit Sozialpartnern und Politik in wenigen Jahren ein beispielgebendes Projekt für Zusatzrenten aufgestellt habe, in dem 140.000 Mitglieder eingeschrieben seien.

Sofort nach seiner Wahl in den Senat habe er alle Ämter zurückgelegt und sei von Pensplan gebeten worden, zumindest als Berater für die strategische Entwicklung zur Verfügung zu stehen.

Man habe ihm dafür das genannte Honorar gegeben, das vom Centrum PensPlan festgelegt und nicht - wie Pöder fälschlicherweise schreibe - von den Arbeitern und Angestellten gezahlt wurde.

"Bekanntlich finanziert sich das Centrum auf Grund des in den Anfangsjahren zur Verfügung gestellten Garantiekapitals seit Jahren selbst, ohne weitere Belastung der Steuerzahler, auf Grund der eigenen Investitionstätigkeit", betont Peterlini.

Auch das sei - so Peterini - Frucht einer harten Aufbauarbeit. Die Arbeiter und Angestellten würden dadurch von der Zahlung der Dienste entlastet, die Rentenfondsmitglieder von anderen Fonds zahlen müssten.

Es sei - so Peterlini abschließend - das Gegenteil von dem, was Pöder behaupte, der Fall.

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